Costa Rica: Paradiesische Flora und Fauna


04 Mai 2015

Anfang des Jahres habe ich 10 Tage in Costa Rica verbracht. Hiermit möchte ich euch einen kleinen Einblick in dieses wunderbare Land geben…
Costa Rica: Ein kleines Land, das auf einer Gesamtfläche von gerade einmal 51.100 Quadratkilometern von paradiesischen Traumstränden, dichten Dschungelwäldern und aktiven Vulkanen bis hin zu interessanten Städten alles bietet, was Individualreisende begehren. Liebhaber exotischer Tierarten und atemberaubender Naturschauspiele kommen im Land der überaus freundlichen Ticos ebenso auf ihre Kosten wie Urlauber, die entspannte Badetage in der Karibik verbringen möchten. Am besten lernst Du Costa Rica kennen, wenn Du Dich im Geländewagen, mit Gummistiefeln und einer gehörigen Portion Abenteuersinn bewaffnet durch die ursprünglichen Landschaften schlägst.

Winziges Land, touristischer Hotspot

Wenn Du in Costa Rica aus dem Flugzeug steigst, schlägt Dir sogleich die feuchtwarme, typisch tropische Luft ins Gesicht. Hohe Niederschlagsmengen sowie ganzjährig milde Temperaturen kennzeichnen das Klima dieses kleinen Landes, das eingebettet zwischen Nicaragua und Panama liegt und sowohl von Pazifikküsten auf der westlichen Seite als auch von der Karibik im Osten eingegrenzt ist. Costa Rica gilt mit seinen 4,3 Millionen Einwohnern als eines der fortschrittlichsten und politisch stabilsten Länder Zentralamerikas und ist wegen der einzigartigen Flora und Fauna ein beliebter Anziehungspunkt unter Touristen aus der ganzen Welt. Je nachdem, welche Aktivitäten Du einplanst, kannst Du ganzjährig nach Costa Rica reisen, denn in diesem Land, das gerade einmal so groß ist wie Niedersachsen, herrschen durch die starken Höhenunterschiede unterschiedliche klimatische Bedingungen. Die Trockenzeit von Januar bis April bietet sich für ausgedehnte Touren mit dem Geländewagen am besten an, wobei die Ferien in Costa Rica von Dezember bis Februar dauern und dann landesweit sehr viel los ist. Wenn Du leidenschaftlicher und erfahrener Surfer bist, solltest Du hingegen die Pazifikküsten während der Regenzeit ausnutzen. Sei Dir immer bewusst, dass Niederschläge auch während der Trockenzeit normal sind und Du in vielen Regionen deshalb ganzjährig auf Regen eingestellt sein musst.

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San José – Vom Dorf zur kleinen Metropole

Knappe 1,6 Millionen Menschen leben im Großraum der Hauptstadt San José, die sich im Landesinneren, in der Hochebene Valle Central befindet. San José mauserte sich innerhalb von knapp zweihundert Jahren von einem unbedeutenden Dorf zu einem dicht besiedelten Ballungszentrum. Da der Regierungssitz des Landes erst im Jahr 1824 nach San José verlegt wurde, wirst Du hier kaum die beeindruckende Kolonialarchitektur vorfinden, mit denen andere mittel- und südamerikanische Staaten glänzen. Dennoch begeistert San José mit vielen Prachtbauten aus dem 19. Jahrhundert, die Du im Zuge eines Bummels durch die Innenstadt unbedingt gesehen haben solltest. Zu den wichtigsten Baudenkmälern San Josés zählen das Nationaltheater und das malerisch auf einem Hügel thronende Nationalmuseum. Das Museum kannst Du kaum verfehlen, denn es ist in einer knallgelb gestrichenen Festung untergebracht, von der aus Du einen prachtvollen Blick über die Stadt genießt. Wenn du Dich für sakrale Bauten interessierst, schau Dir auch La Merced, die älteste Kirche San Josés an. Kunstbegeisterte Menschen sollten sich eine Besichtigung des Museo de Arte Costarricense keinesfalls entgehen lassen. Dieses Museum ist auf dem Gelände des ehemaligen Flughafens von San José untergebracht und beherbergt einen eindrucksvollen Skulpturenpark und eine umfassende Sammlung von Werken zeitgenössischer costa-ricanischer Künstler. Naturfans hingegen erhalten im Zuge eines Besuches in der Hauptstadt einen Vorgeschmack auf den einmaligen Artenreichtum des Landes, wenn Sie den Parque Zoológico Simon Bolívar besuchen.

 

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Abenteuertour durch atemberaubende Landschaften

Von San José aus kannst Du mit einem gemieteten Geländewagen das ganze Land problemlos erkunden. Autofahrten sind in Costa Rica immer ein aufregendes Abenteuer inmitten einer malerischen Naturkulisse. Gute Beschilderung suchst Du hier vergeblich und Karten helfen Dir meist auch nicht weiter. Mach Dich daher darauf gefasst, dass Du Dich bei der lokalen Bevölkerung durchfragen musst, um tatsächlich ans Ziel zu kommen. Viele Straßen sind in Costa Rica zwar asphaltiert, weisen jedoch unzählige und bisweilen riesige Schlaglöcher auf. Reifenwechsel sollten daher für Dich kein Problem darstellen, wenn Du die Natur Costa Ricas hautnah erleben willst. Auch die Steinpisten und Geröllstraßen sowie riesige Regenlacken und aus den Ufern tretende Flüsse machen gute Fahrkenntnisse und ein robustes Fahrzeug unentbehrlich. Die Mühen werden jedoch allemal belohnt, denn auf der verhältnismäßig kleinen Fläche des Landes warten unzählige Naturjuwelen und Tierarten auf ihre Entdeckung.

 

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Der Todesgipfel inmitten unberührter Landschaften

Von San José aus fährst Du den Panamerican Highway entlang bis zum Cerro de la Muerte Pass auf über 3400 Metern Höhe, der Heimat des berühmten Quetzale. Dieser farbenprächtige Vogel, einst als göttliches Symbol von den Mayas verehrt, lebt hoch oben in den Baumkronen der Eichenwälder und ist ein begehrtes Fotomotiv. Mit etwas Glück und Geduld bekommst Du den smaragdgrünen und scharlachroten Vogel sicher zu Gesicht. Seinen Namen, der zu deutsch „Todesgipfel“ bedeutet, erhielt der höchste Berg Costa Ricas schon vor vielen Jahren, da auf dem Gipfel des Cerro de la Muerto viele Männer in der eisigen Kälte ums Leben kamen. Heute kann die höchste Region des Landes mit ihren dichten Wäldern, tiefen Schluchten und atemberaubenden Ausblicken bis hin zur Pazifikküste bequem mit dem Auto und im Zuge eines kurzen anschließenden Fußmarsches erreicht werden.

Macht der Natur – Der Arenal Vulkan

In der nördlichen Provinz Alajuela liegt El Arenal, der weniger wegen schwindelerregender Höhen als wegen seiner intensiven Aktivität berühmt ist. Er zählt zu den aktivsten Vulkanen weltweit und macht immer wieder durch gewaltige Eruptionen auf sich aufmerksam. Die rotglühende Lava, die El Arenal unentwegt spuckt, sorgt vor allem in der Dunkelheit für ein spektakuläres Naturschauspiel, das Du Dir nicht entgehen lassen solltest. In den grünen Wäldern des umliegenden Nationalparks stößt Du überall auf riesige schwarze Felsbrocken, die die unbändige Kraft dieses Vulkans erahnen lassen.

 

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Bunte Tierwelten in den Nationalparks

Am Fuße des El Arenal, direkt am Eingang zum gleichnamigen Nationalpark liegt der Arenal-See, der sowohl Windsurfer als auch Angler anzieht. Wenn Du seltene Wasservögel beobachten möchtest, solltest Du an diesem Stausee Halt machen, denn er bietet Schwalbenweihen, Streifen-, Schmuck- und Graureihern sowie Gelbstirnblatthühnchen einen wichtigen Lebensraum. In den Regenwäldern um den See erblickst Du vor der malerischen Kulisse des El Arenal bunte Papageien, die unter lautem Geschrei die parkenden Autos anfliegen.
Wenn Du Dich von hunderten Kolibris und bunten Schmetterlingen umschwirren lassen sowie Blattschneiderameisen und leuchtende Frösche hautnah erleben möchtest, plane unbedingt einen Besuch des Monteverde Naturreservats im Zentrum des Landes ein. Auch in diesen Nebelwäldern ist der Quetzal beheimatet, und Du hast eine weitere Chance, den scheuen Vogel vor Deine Kameralinse zu kriegen.
Die bei weitem beeindruckendste Artenvielfalt erlebst Du jedoch im Nationalpark Manuel Antionio, der an der südlichen Pazifikküste in der Nähe der Stadt Quepos liegt. Dieser Nationalpark ist zwar der kleinste des Landes, wird jedoch als absoluter Geheimtipp gehandelt, den Du Dir keinesfalls entgehen lassen solltest. Mit insgesamt vier paradiesischen Stränden, einem Korallenriff, unzähligen vorgelagerten Inselchen, guter Infrastruktur und einsamen Buchten kannst Du hier nach ausgedehnten Erkundungstouren durch das Landesinnere entspannte Tage verbringen. Die idyllische Natur ist jedoch nicht die Hauptattraktion dieses Nationalparks. Viele Touristen kommen extra hierher, um die frechen Kapuzineräffchen sowie Gürteltiere, Schwarzleguane, Nasenbären und Faultiere aus nächster Nahe zu beobachten.
Heißfeuchte tropische Luft und Regenfälle, die sich wie Saunaaufgüsse anfühlen, genießt Du schließlich im Tortugueoro Nationalpark an der Ostküste Costa Ricas. Im Zuge einer Bootstour durch das verzweigte Kanalsystem des Parks begegnest Du Pfeilgiftfröschen, Kaimanen, Spitzkrokodilen, Affen und Papageien, bevor Du etwa hundertsechzig Kilometer weiter südlich in Puerto Viejo endlich karibisches Strandfeeling genießen und Dich ausgiebig erholen kannst.

 

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Jonas
Jonas

Mein Name ist Jonas, ich bin 22 Jahre alt und komme aus Baden-Württemberg. Ich führe zusammen mit meinem Kollegen eine Werbeagentur in Mannheim und mein größtes Hobby ist das Reisen. Auf dieser Webseite möchte ich meine Erfahrungen dokumentieren und euch daran teilhaben lassen.

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